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Alt 27-01-2010, 15:05   #61
vorstandsschreck
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Exclamation Fall Madoff: SdK zeigt mögliche Wege zu Schadensersatz

Fall Madoff: SdK zeigt mögliche Wege zu Schadensersatz für betroffene Anleger

Der Milliardenbetrüger Bernard Madoff sitzt seit Juni 2009 im Gefängnis.Für viele deutsche Anleger stellt sich nach wie vor die drängende Frage,wie sie zu Schadensersatz kommen. Dabei dürften wohl nur diejenigen eineChance haben, die sich trotz aller Unwägbarkeiten auf das Risiko einergerichtlichen Geltendmachung ihrer Ansprüche einlassen. Klagen gegen Anlageberater und Vermögensverwalter in Deutschland mitVerweis auf deren Nachsorgepflicht erscheinen dabei als nicht unbedingtaussichtsreich. Zwar gab es schon 1992 warnende Stimmen in Bezug auf einmögliches Schneeballsystem, aber in den Medien fanden sich nur wenigeAussagen hierüber. Hinzu kommt, dass die amerikanische Börsenaufsicht SECgleich in mehreren Fällen das Modell Madoff untersucht und keine Bedenkengeäußert hat, geschweige denn eingeschritten wäre. Auf dieser Basis eineBerater- bzw. Verwalterhaftpflicht zu konstruieren, scheint riskant. Ein vielleicht aussichtsreicherer Weg scheint ein rechtliches Vorgehengegen die Depotbanken und Wirtschaftsprüfer der verschiedenen Madoff-Fondszu sein. Depotbanken sind eigentlich rechtlich dazu verpflichtet,Fondseinlagen als Sondervermögen zu führen und vor unberechtigtenZugriffen zu schützen. Sie hätten daher prüfen müssen, ob dieausgewiesenen Vermögensangaben der Fonds zutreffen können. Die Depotbankenhaben aber stattdessen die Depotverwaltung und weitere Depotbankaufgaben andritte Unternehmen ausgelagert, die dem Betrüger Madoff noch dazu selbstgehörten. Und diese Unternehmen traten zugleich offenbar auch alsInvestmentmanager auf. Dies ist ein klarer Bruch europäischer Richtlinien,wonach die Funktionen des Investmentverwalters und der Depotverwahrungnicht an dieselbe Rechtspersönlichkeit delegiert werden dürfen. Die zuständigen Wirtschaftsprüfer haben es offenbar unterlassen, dieentsprechenden Kontrollmechanismen und die verwaltetenFonds-Vermögensteile zu überprüfen. Der international tätige Dienstleister Deminor, der sich im Bereich derCorporate Governance auf die Intervention vor allem im Auftrag voninstitutionellen Investoren konzentriert, ist im Fall Madoff unter anderemauch für Privatanleger tätig geworden und plant in Kürze diverse"Sammelklagen" in Luxemburg einzureichen. Die Klagen über Deminor werdennach luxemburgischen bzw. niederländischem Recht behandelt. Für denAnleger ist dies deshalb besonders günstig, weil die anfallendenGerichtskosten gering sind und jede Partei nur ihre eigenen Anwaltskostentragen muss. Deminor verlangt für die Vorbereitung und Vertretung sowiedie zu verauslagenden Gerichtsgebühren 0,55 bis 0,75% auf den Wert desMadoff-Investments als fixe Gebühr. Dies stellt für den Kläger einübersichtliches und kalkulierbares Klagerisiko dar. Darüber hinaus mussder Anleger Deminor 10% der gewährten Schadenssumme im Erfolgsfallbezahlen, aber eben nur dann. Die SdK hat mit Deminor darüber hinaus vereinbart, dass sich fürSdK-Mitglieder die Fixgebühr auf 0,3% reduziert. Die Entscheidung, ob erklagt, kann die Schutzgemeinschaft dem Anleger natürlich nicht abnehmen. Ausführlichere Informationen zu den von Klagen betroffenen Fonds sowie denAnmeldemöglichkeiten über Deminor und den SdK-Sonderkonditionen könneninteressierte Anleger unter info@sdk.org anfordern. Außerdem berichtet dieSdK in ihrem "Schwarzbuch Börse", das am 8. Februar 2010 erscheinen wird. München, 27.01.2010 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. Quelle: www.sdk.org
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Alt 09-02-2010, 09:55   #62
vorstandsschreck
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Exclamation SCHWARZBUCH BÖRSE

Schwarzbuch Börse 2009 erschienen

Das Schwarzbuch Börse 2009 ist erschienen und kann bei der SdK bestelltoder heruntergeladen werden. Im Jahr 2009 haben Bundesregierung und Gesetzgeber sich auf denKapitalmarkt konzentriert, es war ein Jahr der möglichen Besinnung undmoralischen Erneuerung, ein Jahr, in dem das Wort "Vertrauen" zummeistgenannten, zum leuchtenden Ziel aller Beteiligten avancierte; aber eswäre natürlich naiv anzunehmen, dass deswegen 2009 weniger Skandale undMissstände passiert und von uns sorgfältig zwischen zwei Heftdeckeln zusezieren gewesen wären als in den Jahren zuvor. Oh nein! Besonders depressiv stimmen kann dabei, dass ausgerechnet der rettendeStaat selbst sich im Falle Hypo Real Estate - wenn auch nur zeitweise -unter die rücksichtslosen Enteigner mischen wollte und dabei soentschieden und fintenreich gegen aktienrechtliche Kerngedanken undanlegerisches Rechtsempfinden verstoßen hat, als müsse er das Seine dazubeitragen, das kapitalvernichtende Höllenfeuer anzufachen. Auch nicht schön ist, dass die Zertifikatebranche, der prominente Buhmannder Krise, ihre jüngst wieder steil ansteigenden Image- und Umsatzwerte invielen Fällen weniger echter Einsicht und konsequentem Umdenken, sondernvielmehr geschickterer Öffentlichkeitsarbeit verdankt. Wie anders lassensich die dreisten Fälle von Gebührenschneiderei erklären, über die wir indiesem Heft berichten? Übrigens: Die Intransparenz von Zertifikaten war imSchwarzbuch, wie der regelmäßige Leser weiß, schon seit 2006 durchgängigThema. Wenn man nur auf uns gehört hätte! Und weiter schöpfen wir aus dem Füllhorn des Zwielichtigen: Wir bieten einKaleidoskop von instruktiven Einzelfällen in Sachen Lug, Trug undUnfähigkeit. Aktuelle Maschen des Grauen Kapitalmarktes werden aufgezeigtund die für Anleger wesentliche Rechtsprechung wird dargelegt. Außerdem beleuchten wir noch einmal die Auswirkungen der Finanz- undWirtschaftskrise auf bedeutende Unternehmergrößen. Merckle, Wiedeking,Schaeffler: Viele Helden sind gestürzt und aus der Asche der Krise sollsich nun der Unternehmenslenker von neuem Schrot und Korn erheben, auflangfristigen Gewinn ausgerichtet und mehr von Kompetenz und Freude an derSache als von Boni und Tantiemen gesteuert. Man darf hoffen. Ein Wunsch gilt auch in diesem Jahr: Mögen die schlechten Beispiele demAnleger helfen, im Jahr 2010 rechtzeitig die Spreu vom Weizen zu trennen.Gute Chancen gibt es reichlich.
Das Schwarzbuch ist für 15 Euro (inkl. Porto und Versand) gegen Vorkassebei der SdK per Post zu beziehen
oder
online für 11 Euro unter: http://www.sdk.org/schwarzbuchboerse.php.

Sämtliche Themen und die im Schwarzbuch Börse erwähnten Firmen sowie einFormular für die postalische Bestellung finden Sie unter: http://www.sdk.org/show_attachment.php?anlageID=1047.

Quelle: www.sdk.org
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Alt 09-02-2010, 10:17   #63
simplify
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eigentlich gibt es ja mehr schwarze als weisse schafe bei den AG's oder?
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Alt 22-02-2010, 15:00   #64
vorstandsschreck
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Exclamation SdK prüft Vorgehen der Eurohypo AG in Bezug auf Genussscheine

SdK prüft Vorgehen der Eurohypo AG in Bezug auf Genussscheine

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) überprüft derzeit diegerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen von Genussscheininhabern derEurohypo AG mit Blick auf den angekündigten Ausfall der Zinszahlung 2009sowie auf die darüber hinausgehende avisierte Beteiligung der Genussscheinean den Verlusten der Eurohypo AG.

Zum Hintergrund:
Zunächst kündigte die Eurohypo AG in einer Ad-hoc-Mitteilung vom 02.November 2009 sowohl ein negatives Jahresergebnis im Konzern als auch imfür die Bedienung der Genüsse relevanten AG-Abschluss an. Dieses führe, sodie Eurohypo seinerzeit weiter, zu einem voraussichtlichen Kuponausfall beiden Genussscheinen der AG für das Geschäftsjahr 2009. In einer weiteren Ad-hoc-Meldung vom 03. Februar 2010 gab die Eurohypodarüber hinaus bekannt, dass "aufgrund eines für das Geschäftsjahr 2009 zuerwartenden Jahresfehlbetrages der Eurohypo AG die Nennwerte sämtlicher vonder Eurohypo AG ausgegebenen Genussscheine um einen niedrigen, einstelligenProzentsatz" herabgesetzt würden. Insgesamt drohen damit den Inhabern der Eurohypo-Genüsse erheblicheBelastungen aus Nennwertreduktion und Zinsausfall.

Die SdK ist nach erster rechtlicher Prüfung der Auffassung, dass für dieGenussscheine mit der WKN 805976 (Fälligkeit am 31.12.2009) sowie der WKN556838 (Fälligkeit am 31.12.2013) als auch der WKN 810109 (Fälligkeit am31.12.2012) unter anderem aufgrund des bestehenden Beherrschungs- undGewinnabführungsvertrages mit der Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH,einer 100% Tochtergesellschaft der Commerzbank AG, ein Anspruch auf Zahlungder Zinsen für das Geschäftsjahr 2009 besteht und auch eineVerlustteilnahme der Genussscheine ausgeschlossen ist.

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. bietet allen Betroffenen an,sich unter info@sdk.org für einen kostenlosen Newsletter zu registrieren,um ein gemeinsames Vorgehen zur Durchsetzung Ihrer Interessen zuorganisieren.

München, 22. Februar 2010 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. Quelle: www.sdk.org
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