Alt 07-05-2004, 18:01   #1
Benjamin
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Anleihen Shorten?

Hi,

habe mal meine Postings hier im Thread etwas sortiert:

Basisinfo zum Thema "Renten" bzw. "Anleihen":
http://www.traderboersenboard.de/for...674#post122674

Info zum Thema "Zinswende"
http://www.traderboersenboard.de/for...956#post122956

Deutschland: Bund Future-Charts
http://www.traderboersenboard.de/for...971#post119971

USA: Renditen-Charts (30-, 10-jährig primär)
http://www.traderboersenboard.de/for...519#post139519

USA: Chart mit Indikatoren: T-Bond Future Long
http://www.traderboersenboard.de/for...543#post139543

Japan: JGB Future + Renditen + Info
http://www.traderboersenboard.de/for...819#post164819

Vergleiche Anleihen Deutschland, USA, Japan
http://www.traderboersenboard.de/for...500#post196500

Könnt's Euch ja mal anschauen.
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Bund Future MINI Long
NL0000301323 / 891018



3 Jahre:



6 Monate:

10 Tage:



Bund Future











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Alt 10-05-2004, 23:54   #2
Jay de Vee
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starke zusammenstellung, informativ, umfassend und vollständig.

danke!
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Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos.
Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern.
Das Ende der Welt ist nahe.
Keilschrift aus Ur um 2000 v. Chr.
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Alt 18-05-2004, 20:06   #3
Benjamin
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2 Jahre:

6 Monate:


Die deutsche Umlaufrendite:






EMISSIONSRENDITEN BUND




Als Umlaufrendite wird in den Wirtschaftswissenschaften die Rendite festverzinslicher, bereits gehandelter Wertpapiere, die regelmäßig von der Bundesbank errechnet werden, bezeichnet. Im Gegensatz hierzu bezeichnet die Emissionsrendite die Rendite von neu ausgegebenen und vom ersten Inhaber erworbenen festverzinslichen Wertpapieren.

Die Umlaufrendite wird aus den Renditen von umlaufenden, also gehandelten Anleihen ermittelt.
Die durchschnittliche Umlaufrendite als Kennzahl der Renditeveränderungen am Kapitalmarkt wird z.B. aus den Renditen umlaufender Anleihen zwischen 3,5 und 10 Jahren ermittelt.

Umlaufrendite: Renditen festverzinslicher Wertpapiere, die sich im Umlauf befinden. Gegensatz: Emissionsrendite.

Umlaufrendite
Durchschnittsrendite von Anleihen erster Bonität. Von der Deutschen Bundesbank wird diese als Durchschnittswert der im Umlauf befindlichen festverzinslichen Wertpapiere ermittelt. Die Umlautrendite ist damit ein Maß für das Zinsniveau am Rentenmarkt. Bezeichnung für die Durchschnittsrendite einer Kapitalanlage in Relation zu einer bestimmten Restlaufzeit.

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Effektivverzinsung, auch Rendite, Laufende Verzinsung genannt:

Tatsächlicher Jahresertrag des eingesetzten Kapitals. Berücksichtigt bei der Berechnung werden alle Ankaufs- und Verkaufgebühren, der Erwerbs- und Rückzahlungskurs, Laufzeit, Form der Tilgung, eventuelle Auf- oder Abschläge (Agio, Disagio), etc. Die Effektivverzinsung wird meist in Prozent angegeben und differiert fast immer mit dem Prozentsatz des Nominalzinses oder der Dividende, da der Erwerbskurs i.d.R. nicht mit dem Nennwert übereinstimmt.
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Wertpapier:
Urkunde, die bestimmte Rechte, etwa die Miteigentümerschaft an einem Unternehmen, verbrieft. Ohne diese Urkunde kann das Recht nicht geltend gemacht werden. Beispielhaft wären hier Banknoten, Wechsel, Schecks, Anleihen, Aktien, usw.

Anleihe
Auch loan, bond, Schuldverschreibung, Rentenwert, Obligation, festverzinsliches Wertpapier.


Festverzinsliches Wertpapier zur langfristigen Kreditfinanzierung. Anleihegläubiger haben das Recht auf Rückzahlung des ausgewiesenen Anleihebetrages sowie der festgelegten Verzinsung. Zur Verbriefung der Anleiheforderungen werden Papiere mit festem oder variablem Zins und fester Laufzeit ausgegeben. Der Verkauf erfolgt über Banken und Sparkassen. Neben der "klassischen" Festzinsanleihe gibt es Schuldverschreibungen, die sozusagen als Zwischenformen zu betrachten sind: Wandelanleihen, Optionsanleihen, Gewinnobligationen und Genussscheine.

Festverzinsliches Wertpapier:
Wertpapier, das während seiner gesamten Laufzeit einen unveränderlichen Zins hat. Die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere gilt als äußerst konservative Geldanlage, da das Zinsausfallrisiko sehr gering ist. Beispielhaft wären hier Anleihen und Pfandbriefe zu nennen.

Pfandbrief
Anleiheform, deren Deckung auf Grundstücken oder anderen Immobilien beruht. Dadurch sind Pfandbriefe eine sichere Anlageform. Emittiert werden diese Papiere von privaten Hypothekenbanken.

Zins
Als Zins wird der Preis, den ein Schuldner für die befristete Überlassung von Geld zahlen muss bzw. den ein Gläubiger für die Überlassung von Sparkapital erhält, bezeichnet. Die Zinstheorien versuchen, den Zins und seine Höhe zu erklären. Man unterscheidet zwischen Schuldner-Theorien, die den Zins aus Sicht des Kreditnehmers begründen und Gläubiger-Theorien, die ihn aus Sicht des Gläubigers begründen. Es gibt viele Unterscheidungsformen von Zinsen wie z.B. Eigen- und Fremdkapitalzinsen oder Soll- und Habenzinsen, usw.

Der Bund-Future
- Ist ein Termingeschäft auf Zinsen
- Gegenstand sind festverzinsliche Wertpapiere aller Laufzeiten
- Ziel der Absicherung gegen Zinsschwankungen oder der Spekulation auf Zinsen
Der Bundfuture ist ein Future für langfristige Papiere, während der Boble-Future für mittelfristige und der Euribor-Future für kurzfristige Papiere ist.
Euro Bund Future (FGBL):
= A notional long-term debt instrument issued by the German Federal Government with a term of 8½ to 10½ years and an interest rate of 6 percent.
= hat als Underlying eine fiktive Bundesanleihe mit 10-jähriger Laufzeit und einem Kupon von 6.0%.
Der Bund-Future ist der wichtigste Indikator für die deutschen Rentenkurse.

Der Euro-Bund-Future ist ein Future auf eine idealtypische Bundesanleihe. Grundlage ist ein fiktives Papier, das auf eine Nominalverzinsung von sechs Prozent und auf eine Laufzeit von zehn Jahren standardisiert ist. Der Inhaber eines Bund-Future-Kontraktes hat das Recht, zu einem festgelegten Zeitpunkt eine diesem Kontrakt zugeordnete Bundesanleihe mit einer Restlaufzeit von 8,5 bis 10,5 Jahren im Wert von nominal 100.000 Euro zu kaufen oder zu verkaufen. Pro Jahr werden vier Laufzeiten gehandelt, die jeweils im März, Juni, September und Dezember enden. Der aktuelle Futurestand bildet genau den Preis ab, den man am Markt für eine Bundesanleihe mit extakt 10-jähriger Laufzeit und einer Verzinsung von 6 Prozent bezahlen müsste. (Quelle www.Börsenlexikon.de)

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Wenn die Zinsen steigen, dann steigen auch die Anleihenrenditen und fallen die Anleihenkurse.
Ein nachhaltiger Aufschwung führt zu einem erhöhten Kapitalbedarf, der früher oder später zu steigenden Zinsen führt. Auf diese Weise wollen die Notenbanken verhindern, daß die Preisentwicklung bei steigender Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen außer Kontrolle gerät. Inflation macht das Halten von Anleihen unattraktiver, weil den Gläubigern bei Ende der Laufzeit weniger Kaufkraft zurückgezahlt wird. Bei Inflation werden i.d.R. die Zinsen erhöht; wenn die steigen....(siehe oben). In einer Phase steigender Zinsen sind Renten also generell eine schlechte Anlage.

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Welche Faktoren das Zinsniveau bestimmen

12. Juli 2004


An den Rentenmärkten ist seit geraumer Zeit die Verunsicherung wieder einmal groß. Hin und her gerissen zwischen Inflations- und Deflationsängsten, rätseln selbst die besten Experten verunsichert über den weiteren Verlauf der Renditen.

Doch da die Entwicklung der Zinsen nicht nur für die Sparer ausgesprochen wichtig ist, sondern auch die Aussichten an den Aktien- und Devisenmärkten entscheidend mitbestimmt, zählt es für die Akteure an den Finanzmärkten zu den Pflichtaufgaben, sich über diese Komponente Gedanken zu machen.

Vier zentrale Einflußfaktoren

Wer mitdenken will, der muß sich zuerst einmal über die Einflußfaktoren auf die Zinsen klar werden. Genau darüber haben sich die Analysten bei der österreichischen Raiffeisen Zentralbank (RZB) in einer ausschlußreichen Studie Gedanken gemacht. Demnach gilt es mit Blick auf den amerikanischen Rentenmarkt vier zentrale Komponenten zu beachten, die langfristig gesehen auf das Zinsniveau Einfluß nehmen.

Als erster Einflußfaktor wird dabei die Inflationsentwicklung identifiziert. So wird eine steigende Inflationsrate aus der größte Feind des Anleiheinvestors bezeichnet, führt sie doch zu fallenden Anleihekursen und somit zu steigenden Renditen. Einer Berechnung der RZB zufolge führt ein Anstieg der Kerninflation um einen Prozentpunkt zu einer Erhöhung des Renditeniveaus um rund 80 Basispunkte.

Neben der Inflation spielt die Konjunktur eine wichtige Rolle

Als zweiter wichtiger Einflußfaktor wird die Stärke der Konjunkturentwicklung genannt. Als wahrscheinlich bester (Vorlauf-) Indikator für die Konjunkturentwicklung in Amerika wird demnach der ISM-Index, ein Umfrageindex in der amerikanischen Industrie, bezeichnet. Nach der volkswirtschaftlichen Theorie treibt ein stärkeres Wirtschaftswachstum (und damit ein steigender ISM-Index) die Realrenditen (Rendite zehnjährige amerikanischer Staatsanleihe abzüglich Kerninflation) nach oben, das heißt bei unveränderten Inflationserwartungen zu einem Renditeanstieg führen. In den vergangenen zehn Jahren war es nach Angaben in der Studie demnach so, daß ein höheres ISM-Niveau von zehn Punkten für ein um rund 40 Basispunkte steigendes Renditeniveau gesorgt hat.

Der dritte bedeutende Faktor an den Rentenmärkten ist zudem das Leitzinsniveau. Laut RZB sind steigende Leitzinsen einer der wichtigsten Faktoren für starke und nachhaltige Renditeanstiege. Sowohl der massive Renditeanstieg 1994 als auch 1999 beruhtem demzufolge auf mehreren Zinsanhebungen durch die amerikanische Notenbank. Beide Phasen stark steigender Renditen (1994 und 1999) gingen erst mit dem Auslaufen der Zinsanhebungen bzw. kurz vor der letzten Zinsanhebung zu Ende.

Das Leitzinsniveau und die Zinserwartungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden

Als zusätzliche und somit vierte Variable macht es außerdem Sinn, die aktuellen Markterwartungen in Bezug auf Leitzinsveränderungen in den kommenden Monaten mit in die Überlegungen einzubeziehen. Denn schon die Marktspekulation auf steigende Leitzinsen in den kommenden Monaten reicht üblicherweise, um die Renditen bereits vorzeitig steigen zu lassen. Als Beleg dafür wird der Renditeanstieg von März bis Juni 2004 (rund 100 Basispunkte Renditeanstieg bei unverändertem Leitzins, aber stark gestiegenen Zinsanhebungserwartungen) angeführt.

Konkret heißt es dazu, daß bei einem Anstieg der Leitzinsen und Zinserwartungen um einen Prozentpunkt das Renditeniveau im Schnitt um 26 Basispunkte anzieht. Und alleine schon bei einem Anstieg der Zinserwartung des Marktes um einen Prozentpunkt reagieren die Renditen modellhaft bereits mit einem Anstieg von 73 Basispunkten.

Modell sagt steigende Renditen voraus

Basierend auf diesen Komponenten hat man bei der RZB eine Zinsberechnungsmodell erfunden. Nach Angaben von Analyst Valentin Hofstätter hat diesen Modell nach dem starken Renditerückgang der vergangenen Wochen auf rund 4,5 Prozent bei den zehnjährigen Staatsanleihen jetzt wieder ein starkes Verkaufssignal gesendet. Daraus lasse sich ein Renditeziel von über fünf Prozent ableiten. Und wie die angehängte Grafik zeigt, hat das Modell die Entwicklung an der Zinsfront über Jahre hinweg sehr gut vorhergesagt.


Analysen:
http://www.bondboard.de/frames/nav_1/wochenchart.php
http://www.bondboard.de/frames/markt...p?zeitraum=tag
http://194.97.1.200/analysen/default...b=4&pagetype=1
http://www.godmode-trader.de/
http://www.finanznachrichten.de/such...mageField.y=13
http://www.eltee.de/frmainanleihen.shtml
http://www.faz.net/IN/INtemplates/fa...disclaimer=cbt
Für Aktien: http://www.mclarenreport.com.au/100039.php

Info:
http://zinsen.onvista.de/
Deutsche Umlaufrendite - Zins-Index - Bar-Chart (Langfrist-Chart):
http://www.taprofessional.de/charts/...-Bar-Chart.htm
Börsenlexikon für Begriffe:
http://boerse.ard.de/lexikon.jsp?go=lexikon&p=150
Überblick der verschiedenen Futures auf Anleihen:
http://www.futuresource.com/markets/...p?id=financial

Zu den Anleihen-Shorts bei ABN Amro:
http://www.abn-zertifikate.de/quotes...tNr=44&ID=7923

Geändert von Benjamin (15-02-2013 um 22:14 Uhr)
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Alt 19-05-2004, 16:50   #4
Benjamin
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Die Zinswende - Aussagen aus einem Artikel in Börse online, Nr. 24, 3.-9. Juni 2004

Der neutrale Zins, der die US-Konjunktur weder stimuliert noch bremst, dürfte im Bereich 3,5 (- 4,0) % liegen. Dieses Niveau dürfte frühestens Ende (evtl. bereits im Sommer?) 2005 über Trippelschritte erreicht sein. Ende 2004 dürfte er bei ca. 1,75% liegen.

Falls sich Muster aus früheren US-Zinserhöhungszyklen auch diesmal wiederholen, dann
1. wird die Fed nach 13 Monaten (also im Sommer 2005) ihre letzte Erhöhung vornehmen.
2. wird der Leitzins dann 2,5% höher bei 3,5% liegen.
3. wird die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen von derzeit 4,6% auf ca. 5,5-6% steigen.
4. wird der S&P500 bis dahin um 12-31% fallen (KGV absinken um 2-5 Punkte auf 13,8-10,8, umgerechnet also Kursziele im S&P 500 von 770 - 980); eine ganz andere Quelle nennt ein Kursziel des SPX von 900, was diesem prozentualen Verlust entsprechen würde.

Die Anleihezinsen in USA und EU werden nach oben tendieren. Die Attraktivität von Bonds gegenüber Aktien wird also - relativ gesehen - steigen. (Aus anderem Artikel vom 11.6.04: Die jüngste Auktion von 10-jährigen US-Staatsanleihen war 2,93-fach überzeichnet. Das war die höchste Überzeichnung in den letzten 10 Jahren. Grund: Inflationsangst. Falls "Zweitrundeneffekte" (d. h. höhere Lohnforderngen zum Ausgleich der gestiegenen Inflation) auftreten, dann ist eine Gegensteuerung über höhere Zinsen sehr wahrscheinlich. Verbunden mit der Inflationsangst die Ölpreissorge: Instabile Förderstaaten, dadurch Anschlagsgefahr, zu geringe Raffinierungskapazität, Angstprämie ca. 4-8 $/Barrel, d. h. ca. 15% des Ölpreises. Markterwartung: 60% Wahrscheinlichkeit einer 50-Basispunkte-Erhöhung Juli 04, also auf dann 1,5%.)

Doch auch der Rentenmarkt wird in den kommenden Monaten fallen. Seit Mitte März sind die Zinsen der 10-jährigen US-Anleihen um rund 1% auf 4,6% geklettert. Ihre Kurse sind zugleich um ca. 4% gesunken. Ein Renditeanstieg um 1% (=100 Basispunkte) führt also zu einem Kursverlust von 4%. (Meine Schlußfolgerung: Demzufolge würden die 10-jährigen bis ca. Sommer 2005 um ca. 4% fallen. Dann wären Shorts auf den S&P 500 bei gleichem Hebel ca. 4-5-mal attraktiver als Shorts auf die 10-jährigen US-Anleihen: Erwartete Kursverluste US-10-jähr.-Anleihen ca -4%, erwartete Verluste beim S&P 500 ca -12 - -31%.)

Aktien können bereits vor einer Zinserhöhung fallen, nach dem 1. Schritt aber zulegen. Vergangenheitsmuster: Bei den ersten 3 Trippelschrittanhebungen können sie höher stehen (3, 6, 9 Monate nach dem 1. Schritt), erst bei der 4. Anhebung der Zinsen stehen sie tiefer; nach 12 Monaten im Schnitt um -3%. (Original-Artikel-Text an dieser Stelle mißverständlich geschrieben!)

In 2004 höchstens 3 Trippelschritte, daher Gegenwind für Aktienanleger in 2004 noch verkraftbar. Bedingung: Sektorrotation. Positiv werden Hersteller/Vertreiber von Gütern des täglichen Bedarfs sein:
- Brauereien
- Hersteller von Erfrischungsgetränken
- Nahrungsmittelproduzenten
- Tabakfirmen
- Lebensmitteleinzelhandel
- Pharmawerte
Negativ: Hersteller/Vertreiber von Gütern, die ein Käufer evtl. über Krdeit finanzieren dürfte und/oder deren Kauf zeitlich aufschiebbar ist. Beispiele:
- Immobilien
- Autobauer, deren Zulieferer
- Haushaltsgerätehersteller
- Banken
- Die NASDAQ wird wohl leiden.
(Meine Schlußfolgerung: Shorts auf Vertreter in diesen negativen Bereichen sollten besonders gut performen.)

Bei US-Anleihe-Shorts wird Hebel von max. 15-20 empfohlen. Diese ABN-Amro-Short-Produkte haben inhärente Kosten von ca. -0,14 Euro/Monat, im Underlying entsprechend -0,14%/Monat (in 12 Monaten also -1,68% im Underlying!!!) Die Produkte basieren auf US-Dollar. Falls der zum Euro stark fallen sollte, dann helfen nur größere Hebel, um Währungsverluste relativ klein zu halten.

http://www.abn-zertifikate.de/quotes...Nr=44&ID=35397

Geändert von Benjamin (13-08-2007 um 16:40 Uhr)
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Alt 19-05-2004, 17:08   #5
OMI
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Auch von meiner Seite vielen vielen Dank für diesen umfangreichen thread.
Auch wenn ich selber nichts zum Thread beitrage, lese ich doch sehr gerne die Infos!
__________________
Schöne Grüße
OMI
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Alt 21-05-2004, 19:14   #6
Benjamin
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Libor EUR 3M

(Grafiken lassen sich nicht einkopieren)

Low war am 18./19. Mai 2009?
http://www.gewinn.com/boerse/

Vergleich Silber mit dem Bund-Future:

Silber in €:

Bund Future:

Geändert von Benjamin (06-09-2009 um 22:14 Uhr)
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Alt 13-06-2004, 01:19   #7
Tester32
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Zitat:
Original geschrieben von Benjamin
Vergangenheitsmuster: Bei den ersten 3 Trippelschrittanhebungen können sie höher stehen, erst bei der 4. Anhebung der Zinsen stehen sie tiefer; nach 12 Monaten im Schnitt um 3%. (Original-Artikel-Text an dieser Stelle sehr leicht mißverständlich geschrieben!)
Morgan Stanley spricht von einer eigenen Studie, nach der die Axxien überwiegend nach der zweiten Zinserhöhung begonnen haben, im Preis zu fallen. Ob dieses Muster allerdings diesmal bei besonders tiefen Zinsen zutreffen wird, ist eine andere Frage. Die Zinsen müssen sich in den USA schließlich erst auf das normale Niveau erholen, bevor sie auf ein höheres steigen werden (wenn überhaupt).
Tester32 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-08-2004, 15:30   #8
Benjamin
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Renditen der U.S. Treasury 30 Year (U.S.):
Shorts bei ABN Amro heißen T-Bond Future Mini Short und gehen laut Onvista auf CBOT 30 YR US T-NOTES C2
Bei Shorts erwartet man, dass diese Kurse künftig steigen werden.
Seit 1977, monatliche Auflösung:

10 Jahre, monatlich:

2 Jahre, wöchentlich:

2 Jahre, daily:

1 Jahr, täglich:

6 Monate, täglich:

5 Tage, 30 Y TSY YLD NDX (WCB:^TYX)

http://www.futuresource.com/charts/c...dium&b=BAR&st=

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Renditen der U.S. Treasury 10 Year (U.S.)
Shorts bei ABN Amro heißen T-Note Future MINI Short und gehen nach Onvista auf den CBOT 10 YR US T-NOTES
Monatliche Auflösung:

weekly:



10 Jahre, monatlich:



3 Jahre, Wöchentliche Auflösung:


1 Jahr, täglich:

6 Monate, tägliche Auflösung:

3 Monate, tägliche Auflösung:

10 Tage, stündliche Auflösung:

2 Tage, 5-Minutenintervalle:[/B]


Hier der Vergleich der Rendite der 10-jährigen US-Treasury Notes mit dem S&P 500 Aktienindex:

Geändert von Benjamin (06-08-2010 um 12:17 Uhr)
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Alt 02-08-2004, 16:07   #9
Benjamin
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Geändert von Benjamin (13-11-2011 um 21:13 Uhr)
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Alt 06-10-2004, 08:54   #10
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Vorsicht beim shorten, die Zinsen steigen wieder! Den Boden dürften wir hier zunächst gesehen haben!
Hier die 10 jährigen Anleihen der Bundesrepublick danach USA..

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Alt 15-10-2004, 17:12   #11
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Ähm muss mal nachfragen
Du meinst also das die Zinsen nun tendenziell wieder steigen sollten?! Oder weiter fallen? Geht nicht so ganz in meinen Schädel
Aber deshalb frage ich ja
Meine Meinung ist, das wir einen schönen Abwärtstrend die letzten Wochen, ja Monate hatten und der Weg nun wieder in Richtung steigende Renditen (Zinsen) gehen sollte. Dies würde sich auch mit steigenden Aktienkursen decken, natürlich nur bis zu einem gewissen Niveau, hauptsache erst mal keine Deflationsgefahr, das ist der zentrale Punkt z.Z.
Gruss Dieter (Börsengeflüster)
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Alt 15-10-2004, 22:21   #12
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Danke für den wirklich sehr umpfangreichen und gut ausgearbeiteten Thread, Benjamin! Ich sehe schon, wir haben die selbe Meinung. Ich selber interessiere mich bis zum heutigen Tag weniger an Spekulationen am Rentenmarkt und habe deshalb wenig Ahnung. Ahnung über den Zusammenhalt zwischen den Aktienmärkten und den Zinsen um so mehr! Nein es ist sogar sehr entscheident ob die Zinsen tendenziell und vor allem mittelfristig fallen oder Steigen. Ich schaue mir hier hauptsächlich den Anleihemarkt an und weniger die Leitzinsen oder den Diskontsatz . Im Augenblick sinken die Anleihen und deren Renditen und das ist aus meiner Perspektive eigentlich nicht schlecht, nur kommen schon wieder konjunkturelle Probleme (Deflation) hier in das Spiel! Etwas anziehende Zinsen bedeuten zunächst eine gewisse Zuversicht in die Wirtschaft und keine Depessionsängste der Anleger. Auch wird mir zur Zeit zu viel Kapital in die Rentenmärkte gepumt, welche die Renditen unberechtigterweise zu niedrig halten. Dieses Geld sehe ich viel lieber in den Aktienmärkten und dahin wird es auch in Zukunft vermehrt fliessen. Ich wusste lediglich nicht was du mit "short "meintest. Ich dachte du setzt weiter auf sinkende Renditen am Anleihemarkt. Das Gegenteil ist wohl der Fall. Dies ist auch meine Meinung für die nahestehende Zukunft!!
Gruss Dieter (Börsengeflüster)
Ps. Ich glaube ich muss in diesem Markt einfach short und long herumdrehen, also wenn ich auf sinkende Renditen setze dann long und auf steigende dann short
Nicht so einfach, aber es wird ehh nicht mein Spekulationsgebiet werden, da meiner Meinung nach anderswo mehr Gewinn zu erzielen ist?!
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Geändert von Börsengeflüster (15-10-2004 um 22:23 Uhr)
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Alt 20-10-2004, 08:24   #13
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Scheint sich im Augenblick so einiges zu erledigen Benjamin. Wir sind überall dicht an ganz wichtigen Widerständen! Sollten die Zinsen weiter fallen sehe ich auch Gewitterwolken aufziehen!! Die 5 Wellen an den Aktienmärkten hätte sich dann wohl auch erledigt...düster düster sieht alles aus :bat_angel
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Alt 23-11-2004, 17:02   #14
Benjamin
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30 Yr Fixed Mtg:


Dunkelblau: EUR/USD
Hell: S&P 500
Braun: Renditeindex 10-jährige US-Staatsanleihen


1y:

3m:



SLV iShares Silver Trust ETF (NYSE ARCA)
UST10Y (10-jährige Treasury)


Geändert von Benjamin (06-09-2009 um 21:53 Uhr)
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Alt 23-11-2004, 17:13   #15
simplify
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hallo benjamin,

wenn nun die JOB die zinsen steigen lässt, bringt das doch noch mehr unerwünschte aufwertung in den yen?
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