Alt 02-04-2007, 16:52   #91
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
Merci! hier noch'n Tagesschau-Link vom 06.05.2005:

Interview mit dem US-Journalisten Seymour Hersh
"Keiner will mehr die Wahrheit erzählen"

http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...AV_BAB,00.html
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-04-2007, 17:02   #92
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
Zur Abwechselung hier etwas, das ich selber im Herbst 2006 schrieb:

Den wahrscheinlich eintretenden Fahrplan der künftigen Geschehnisse hinsichtlich Iran
http://www.traderboersenboard.de/sho...152#post257152

Eine Fahrplanabweichung hatte es seinerzeit gegeben: Der Kongress wurde demokratisch, nicht republikanisch!

Gleichwohl: Falls es eine militärische Auseinandersetzung geben sollte, dann muss dieser Konflikt diesen genannten Fahrplan in etwa einhalten, sonst werden die Republikaner bei den Präsidentschaftswahlen beschädigt.

Eine weitere Abweichung deutet sich an: Der USA-Angriff auf Iran wird wohl viel kürzer als von mir damals gedacht: Nur 1-2 Tage Dauer!

Möglicherweise gibt es noch eine Abweichung: Der Angriff erfolgt durch Israel oder Großbritannien, nicht durch die USA (letztere würden evtl. das Risiko scheuen, einen weiteren Militärakt gegen den Iran zu beginnen wenn sie bereits wegen des Einsatzes im Irak finanzielle Probleme haben - weil Bush ohne den Kongress agiert.

Geändert von Benjamin (02-04-2007 um 17:16 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-04-2007, 17:53   #93
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
http://www.spiegel.de/politik/auslan...466202,00.html

USA GEGEN IRAN
Planspiele für den nächsten Krieg
Von Bernhard Zand, Dubai

SPIEGEL ONLINE - 13. Februar 2007

Immer schärfer werden die Vorwürfe der US-Regierung gegen Iran. Die Golfstaaten verschreckt die drohende Eskalation. Sie trauen weder den Amerikanern noch den Machthabern in Teheran.

...
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-04-2007, 18:08   #94
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
.

Geändert von Benjamin (01-01-2018 um 15:35 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-04-2007, 08:01   #95
Starlight
TBB Family
 
Benutzerbild von Starlight
 
Registriert seit: May 2002
Beiträge: 35.698
"Können atomaren Brennstoff herstellen": Heftige Kritik an Ankündigung aus Teheran
Moskau: Russland wirft dem Iran Provokation vor
Ahmadinejad warnt andere Nationen vor Einmischung


Die von Präsident Mahmoud Ahmadinejad angekündigten neuen nuklearen Kapazitäten des Iran sind international heftig kritisiert worden. Die russische Regierung sprach von einer "Provokation". Die USA sehen die Worte von Ahmadinejad als "ein neues Zeichen der Missachtung der internationalen Gemeinschaft".

Großbritannien verlangte von Teheran erneut die Einstellung der Urananreicherung. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Iran aufgefordert, den Resolutionen des Weltsicherheitsrats voll zu folgen. Keine Reaktion gab es dagegen von der Internationalen Atombehörde (IAEO) in Wien. Der iranische Atom-Unterhändler Ali Larijani drohte unterdessen mit einer härteren Gangart seines Landes und schloss eine Kündigung des Atomwaffensperrvertrags nicht aus.

Nach den Äußerungen Ahmadinejads kann der Iran sich jetzt mit atomarem Brennstoff selbst versorgen. Der Iran stehe nun auf der Liste derjenigen Staaten, die in der Lage seien, nuklearen Brennstoff herzustellen, sagte er in einer Rede in der zentraliranischen Nuklearanlage Natanz, in der Uran angereichert wird.

"Direkten Herausforderung"
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses in der russischen Staatsduma, Konstantin Kossatschow, sprach von einer "direkten Herausforderung der Weltgemeinschaft". Der Iran zeige ein weiteres Mal, dass er nicht zu einem Kompromiss mit der Weltgemeinschaft bereit sei, sagte Kossatschow der Agentur Interfax. So lange jedoch keine direkten Beweise dafür vorlägen, dass der Iran an einem Atomwaffenprogramm arbeite, gebe es keine Alternative zu politischen Verhandlungen.

Der Sprecher von US-Präsident George W. Bush, Gordon Johndroe, äußerte sich "sehr besorgt" über die Entwicklung. "Wir rufen das iranische Regime auf, seine Verpflichtungen gegenüber der IAEO und dem UNO-Sicherheitsrat zu erfüllen", sagte Johndroe. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack, betonte, die jüngste Entwicklung zeige die "vergebene Chance" für die iranische Führung, die internationalen Sorgen ernst zu nehmen. Die Erklärung Ahmadinejads zeige, dass die internationale Gemeinschaft zurecht Sanktionen verhängt habe, sagte McCormack.

Besorgnis in London
Die Regierung in London zeigte sich besorgt über die Ankündigung. Das bedeute einen weiteren Verstoß gegen Resolutionen der UNO und IAEO, sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums. Die internationale Gemeinschaft sei sich einig, dass Teheran keine Atomwaffen besitzen dürfe.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon betonte: "Ich hoffe sehr, dass sich die iranische Regierung selbst zu einer Zeit, in der sie Sanktionen des Sicherheitsrats ausgesetzt ist, auf einen Dialog mit dem Ziel der Verständigung einlässt."

Ahmadinejad hatte in Natanz erneut die von den Vereinten Nationen im Atomstreit beschlossenen Sanktionen kritisiert, die den Iran zur Einstellung der Urananreicherung bewegen sollen. Je nach Grad der Anreicherung kann Uran zivil oder militärisch genutzt werden. Das Land wird verdächtigt, an der Atombombe zu arbeiten. Das hat Teheran stets strikt zurückgewiesen. Ahmadinejad bekräftigte das Recht seines Landes als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrages auf friedliche Nutzung der Kernenergie.

3000 Gaszentrifugen installiert
Larijani erklärte, dass jetzt 3000 Gaszentrifugen zur Urananreicherung installiert seien. Er drohte mit einer härteren Gangart Teherans, sollten die vor zwei Wochen verabschiedeten Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats angewandt werden. In diesem Zusammenhang schloss er eine Aufkündigung des Atomwaffensperrvertrags nicht aus.

Der Chef der iranischen Atomenergie-Organisation, Gholam-Reza Aghazade, sagte vor der Rede des Präsidenten zum "Nationalen Atomtag", sein Land könne jetzt Uran "im industriellen Maßstab" anreichern. Nach fünfjährigen Forschungs- und Testarbeiten habe damit "eine neue Phase" der Arbeiten am Atomprogramm begonnen.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte vor rund zwei Wochen einstimmig eine neue Iran-Resolution verabschiedet, die ein Waffenembargo, Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Auslandsgeldern vorsieht. Sollte Teheran die Urananreicherung nicht binnen 60 Tagen einstellen, drohten "weitere angemessene Maßnahmen". Die neue Resolution verschärft Strafmaßnahmen, die der Sicherheitsrat bereits im Dezember vergangenen Jahres verhängt hatte.

(apa/red)

Quelle: www.news.at
Starlight ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-04-2007, 08:35   #96
simplify
letzter welterklärer
 
Benutzerbild von simplify
 
Registriert seit: Jul 2002
Ort: Chancenburg, Kreis Aufschwung
Beiträge: 35.535
der iran hat fakten geschaffen! niemand wird mehr einen iran erleben, der nicht in der lage ist uran anzureichern.
sollte der iran tatsächlich atombomben bauen, dann werden wohl bald die nächsten staaten auf dem plan stehen, die auch sowas wollen.
übrigens, peter scholl-latour ist seit langem der meinung, dass auch deutschland die atombombe braucht.
__________________


Der ideale Bürger: händefalten, köpfchensenken und immer an Frau Merkel denken
simplify ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-04-2007, 09:18   #97
romko
TBB Family
 
Benutzerbild von romko
 
Registriert seit: Jan 2004
Ort: Bösi Ösi
Beiträge: 9.408
Zitat:
Original geschrieben von simplify
übrigens, peter scholl-latour ist seit langem der meinung, dass auch deutschland die atombombe braucht.


Was isn das für ein Typ?
__________________
"Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt Deutschland!"
romko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-04-2007, 09:30   #98
simplify
letzter welterklärer
 
Benutzerbild von simplify
 
Registriert seit: Jul 2002
Ort: Chancenburg, Kreis Aufschwung
Beiträge: 35.535
jener hier:



http://de.wikipedia.org/wiki/Scholl-Latour
__________________


Der ideale Bürger: händefalten, köpfchensenken und immer an Frau Merkel denken
simplify ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-05-2007, 10:44   #99
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
Experten: Der Irak steht vor dem Kollaps
17.05.07


In ihrer bislang dramatischsten Studie zur Entwicklung im Irak haben britische Experten den Zusammenbruch und die Zersplitterung des Landes in verfeindete Herrschaftsgebiete vorausgesagt.

...

http://www.20min.ch/ausland/news/story/15705246

#################


Irak: der staatlich gesteuerte Bürgerkrieg
Bürgerkrieg als Mittel der Aufstandsbekämpfung
vom 09.12.2006


Das amerikanische Militär schürt offenbar den irakischen Bürgerkrieg als Mittel der Aufstandsbekämpfung. Eine zentrale Funktion haben dabei Todesschwadronen des irakischen Innenministeriums, die sich überwiegend aus schiitischen Badr-Milizen rekrutieren, und die regelmässig sunnitische Einrichtungen und ganze Stadtviertel überfallen. Sobald sich die angegriffenen Sunniten wehren, greift die Besatzungsarmee zur Unterstützung der Todesschwadronen ein.

Nach den Recherchen des amerikanischen Journalisten Dahr Jamail wird der irakische Bürgerkrieg vom US-Militär zum Zweck der Aufstandsbekämpfung geschürt.
Auch von westlichen Medien wurde schon verschiedentlich berichtet, dass Überfääle, Massaker und Entführungen von Kommandos in den Uniformen des Innenministeriums verübt wurden.
Das Innenministerium wird von Schiiten kontrolliert, die vorrangig Mitglieder der radikalen Badr-Milizen für ihre Zwecke rekrutiert haben und diese als Terrorkommandos gegen die sunnitische Bevölkerung einsetzen.

Gegenüber diesem Terror wird der sunnitischen Bevölkerung nur dann Schutz gewährt, wenn sie sich loyal zu den Interessen der amerikanischen Besatzer verhält.
Wie häufig in kolonisierten bzw. besetzten Ländern wird nach dem Prinzip "teile und herrsche" verfahren.
Karten des amerikanischen Militärs zur Neuordnung des Nahen Ostens haben den Irak entsprechend schon in drei Teile aufgeteilt: ein freies Kurdistan, einen sunnitischen Teil in der Mitte (ohne Öl) und einen Schiitenstaat am persischen Golf.

Es ist wahrscheinlich, dass die Forcierung des Bürgerkriegs auf eine solche "Neuordnung" zusteuert.
Quelle des unteren Artikels: http://attac-gk.net-hh.de/index.php?id=677

Geändert von Benjamin (30-05-2007 um 10:55 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-05-2007, 11:01   #100
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
.

Geändert von Benjamin (01-01-2018 um 15:34 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-05-2007, 11:54   #101
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
http://www.atimes.com

Why Iran will fight, not compromise
By Spengler May 30, 2007


What can the West offer the Islamic Republic of Iran in return for giving up its nuclear ambitions and kenneling its puppies of war? The problem calls to mind the question regarding what to give a man who has everything: cancer, AIDS, Alzheimer's, diabetes, kidney failure, and so forth. Iran's economy is so damaged that it is impossible to tell how bad things are. Except perhaps for the oilfields of southern Iraq, and perhaps also northern Saudi Arabia, there is nothing the West can give Iran to forestall an internal breakdown.

Iranian dissidents put overall unemployment at 30% and youth unemployment at 50%. Government subsidies sustain a very large portion of the population; 42% of the non-agricultural population is employed by the Iranian state, compared with 17% in Pakistan.

Within fewer than 10 years, Iran will become a net importer, at which point the government no longer will be able to provide subsidies. Iran's economic implosion is a source of imminent strategic risk.

What most analysts, including this writer, foresaw as a medium-term problem seems to have confronted Iran much sooner than expected. The present inflation rate of about 20%, driven by a 40% rate of monetary expansion, suggests that government resources are already exhausted. Governments resort to the printing press when they no longer can raise sufficient funds through taxation, sales of state-owned commodities such as oil, or borrowing. That is surprising, considering that Iran reported a current-account surplus of US$13 billion last year. The fact that Iran cannot stabilize its currency suggests a breakdown of political consensus within the regime, and a scramble by different elements in the regime to lay hands on whatever resources it can.

Another possibility is that the official numbers are entirely false, and that Iran already has fallen into a current-account deficit. In a May 19 statement reported by the official Islamic Republic News Agency (IRNA), President Mahmud Ahmadinejad denied a report that Iran's imports now exceed $60 billion, against an official estimate of $45 billion. This sort of discrepancy typically occurs when capital flight is disguised as imports through fraudulent invoices and similar devices. A small current-account deficit would be of little concern for a nation with normal access to world capital markets, but Iran is unable to borrow .

That is the background to Ahmadinejad's decree last week reducing private and state bank lending rates to 12% from 14%, that is, 5-10 percentage points below the rate of inflation. If Ahmadinejad were in the pay of a hostile intelligence service, he could not have found a more effective way to sabotage Iran's economy. If the price of goods rises faster than the cost of money, everyone who can will borrow money to purchase and hoard goods. The result will be higher prices and reduced economic activity, and the eventual prospect of hyperinflation, which no government ever has survived. Last week's rate reduction augmented the incentives for capital flight.

Ahmadinejad took this foolhardy step against the explicit advice of Iran's economic authorities, which suggests that the economic suffering of his political base commanded his undivided attention. After increasing gasoline prices earlier in the month, he evidently found it necessary to throw his constituents a bone.

Iran's prospective demographic implosion , I have argued for two years, pushes Tehran toward imperial expansion. [1] It is difficult to see a way out for Persia's pocket empire; the country exports nothing but oil, carpets and dried fruit (excluding the growing human traffic in Persian women), and manufactures nothing the world will buy. Its most pressing problem, unemployment among the 60% of its population now under the age of 30, will turn into a much worse problem as this generation ages. In two decades Iran will have half as many soldiers and twice as many pensioners.

If a future catastrophe is inevitable, its impact has a way of leaping back into the present. Monetary disorder of the magnitude we now observe suggests an internal collapse of confidence.

What strategic consequences ensue from Iran's economic misery? Broadly speaking, the choices are two. In the most benign scenario , Iran's clerical establishment will emulate the Soviet Union of 1987, when then-prime minister Mikhail Gorbachev acknowledged that communism had led Russia to the brink of ruin in the face of vibrant economic growth among the United States and its allies. Russia no longer had the resources to sustain an arms race with the US, and broke down under the pressure of America's military buildup.

The second choice is an imperial adventure. In fact, Iran is engaged in such an adventure, funding and arming Shi'ite allies from Basra to Beirut, and creating clients selectively among such Sunnis as Hamas in Palestine.

I continue to predict that Iran will gamble on adventure rather than go the way of Gorbachev. A fundamental difference in sociology distinguishes Iran from the Soviet Union at the cusp of the Cold War. Josef Stalin's terror saw to it that the only communist true believers left alive were lecturing at Western universities. All the communists in Russia were dead or in the gulags. By the 1980s, only the most cowardly, self-seeking, unprincipled careerists had survived to hold positions of seniority in the communist establishment. Only in the security services were a few hard and dedicated men still active, including Vladimir Putin. These were men who saw no reason to fight for communism 70 years after the Russian Revolution.

Iran, however, is not 70 years away from its revolution, but fewer than 30 years away. Ahmadinejad typifies the generation of Revolutionary Guards who followed the ayatollah Ruhollah Khomeini in 1979, and now hold senior positions in the state and military.

Ahmadinejad blames the country's economic problems on "certain elements", presumably his opponents within the regime, alleging that government agencies have falsified statistics to discredit him. As noted, he denied reports that imports were fully a third higher than officially reported, an astonishing statement for a head of government to have to make. The president also claimed that unemployment had declined to 11.3% from 11.5% in 2006, adding, "The government is now striving hard to provide employment opportunities for the country's jobless people." The IRNA report concluded with this less-than-confidence-building comment about inflation:

On [the] inflation rate, he said the government is quite successful in controlling [the] spiraling inflation rate while other factors such as the country's development projects and worldwide price hikes should be taken into consideration.

"Unfortunately, certain elements are now issuing fabricated statistics and try to tarnish reality, but we strive to remove all existing weaknesses," said the president.


"Certain elements" no doubt refers to Ayatollah Akbar Rafsanjani, his opponent in the 2006 presidential election and leader of the faction more inclined to compromise with the West. Rafsanjani continues to maintain excellent contacts in Germany, and European diplomats have placed their hopes on the prospect of his replacing Ahmadinejad. It would not be out of character for Rafsanjani and his allies to make matters more irksome for Ahmadinejad by diverting large amounts of money out of state revenues into their own pockets.

As a way of changing the Tehran regime, however, pushing Iran toward hyperinflation would be akin to cutting the brake lines of a car to spite its driver, when one is a passenger in the same car. It is easy to hasten the deterioration of Iran's economy, for it is headed downhill in any event, but very difficult to reverse the process.

An old piece of diplomatic wisdom states that one always should give one's enemy a way out. But I see no way out for the pocket empire of Persia. Ahmadinejad and his generation of Revolutionary Guards will fight, and cautious old men like Rafsanjani will not be able to stop them.

-------------
Sep 13, 2005
By Spengler

Aging populations will cause severe discomfort in the United States and extreme pain in Japan and Europe by mid-century. But the same trends will devastate the frail economies of the Islamic world, and likely plunge many countries into social chaos.


By 2050, elderly dependents will comprise nearly a third of the population of some Muslim nations, notably Iran - converging on America's dependency ratio at mid-century. But it is one thing to face such a problem with America's per capita gross domestic product (GDP) of $40,000, and quite another to face it with Iran's per capita GDP of $7,000 - especially given that Iran will stop exporting oil before the population crisis hits.

The industrial nations face the prospective failure of their pension systems. But what will happen to countries that have no pension system, where traditional society assumes the care of the aged and infirm? In these cases it is traditional society that will break down , horribly and irretrievably so. Below, I will review the relevant numbers. [....]

The rising elderly dependent ratio, that is, the proportion of pensioners in the general population

[...]
Each employed German worker will have to support a pensioner in 2050. A simple way to express the problem is that German productivity must rise by 0.8% per year between now and 2050 simply to maintain the same standard of living, for that is the rate of productivity growth that would allow a smaller number of German workers to produce the same amount of goods and services. That is not inconceivable; during the 1990s, German productivity grew at such levels. Productivity growth in the Arab world and Iran has been low or negative, and is not likely to improve.
[...]
Volltext unter:
Demographics and Iran's imperial design
By Spengler
http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/GI13Ak01.html

The unprecedented influx of immigrants from rural areas brought the population of Cairo to almost 8 million by 1980. Massive urbanization altered patterns of living, of housing and architecture, of the human relation with space and land, of marketing, employment, and consumption, and the very structure of family and social hierarchy. The sharp fall in the Muslim population growth rate expresses the extreme fragility of traditional society. Translated into the Islamist vocabulary (citing again Taji-Farouki and Nafi), this means that:
A Muslim sense of vulnerability and outrage is further exacerbated by the seemingly unstoppable encroachment of American popular culture and modes of consumerism and the transparent hypocrisy of the American rhetoric of universal rights and liberties. It is also stoked by Western ambivalence towards economic disparities in the world.
[...]
Urbanization, literacy, and openness to the modern world ultimately will suppress the Muslim womb, in the absence of radical measures. Rapid urbanization, to be sure, produced growing pains in every case on record. The Arab world’s urbanization has only created a stagnant pool of urban poor. As the London Economist summarized in the United Nations Arab Development Report for 2002:
One in five Arabs still live on less than $2 a day. And over the past 20 years growth in income per head, at an annual rate of .5%, was lower than anywhere else in the world except sub-Saharan Africa. At this rate, says the report, it will take the average Arab 140 years to double his income, a target that some regions are set to reach in less than 10 years. Stagnant growth, together with a fast-rising population, means vanishing jobs. About 12 million people, or 15% of the labor force, are already unemployed, and on present trends the number could rise to 25 million by 2010.

in the Muslim world where the lowest rates of adult literacy correspond to the highest population growth rate. [...]
Excluding Indonesia, the Muslim’s world literacy rate stands at only 53%, against 81% for China; Arab literacy is only 50%. Only 1% of the population owns a personal computer. It is delusional to believe that the Arab world, which now exports (net of oil) as much as Finland, might come to compete with China, India and the rest of Asia in the global market for goods and services.

Oil Peak

Just as the Muslim population peaks, the one bounty that nature has bestowed upon the Arabs, namely oil, will begin to diminish. According to the US Department of Energy, conventional oil production will peak just before 2050 at the present 2% rate of production growth.

In short, the Muslim world half a century from now can expect the short end of the stick from the modern world. It has generated only two great surpluses, namely people and oil. By the middle of the century both of these will have begun to dwindle. But at the moment it has 25 million idle young men. No leader can remain in power who does not give them a destination to march to.

By no means does that imply that all of these 25 million will become suicide bombers, but a great many of them are likely to emigrate to Europe, including Eastern Europe, where populations are stagnant and about to decline. A Muslim takeover of Western Europe surely is a possible outcome.


Quelle: http://www.atimes.com/atimes/Front_Page/GH23Aa01.html

Geändert von Benjamin (30-05-2007 um 12:56 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-06-2007, 12:40   #102
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
.

Geändert von Benjamin (01-01-2018 um 15:34 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-09-2007, 12:57   #103
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
.

Geändert von Benjamin (01-01-2018 um 15:33 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-10-2007, 10:38   #104
Auf Wunsch gelöscht
TBB Family
 
Benutzerbild von Auf Wunsch gelöscht
 
Registriert seit: Jul 2004
Beiträge: 3.214
Irans Atomunterhändler Laridschani zurückgetreten

oT
__________________
"Mittagessen? Nur Flaschen essen zu Mittag!"
Auf Wunsch gelöscht ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01-01-2018, 15:32   #105
Benjamin
TBB Family
 
Registriert seit: Mar 2004
Beiträge: 9.003
Gute Kommentare und Essays über relevante internationale Entwicklungen einschließlich Iran; oben ist einer gepostet,
von:

David Paul Goldman (born September 27, 1951)
He is an American economist, music critic, and author, best known for his series of online essays in the Asia Times under the pseudonym Spengler. Goldman sits on the board of Asia Times Holdings.

http://www.atimes.com/author/spengler/
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Außerdem: Die Artikel von Seymour M. Hersh sind wirklich gut!
Die gibt's aber nur in Englisch. Leider ist der Mann inzwischen 80 Jahre alt, also neue Artikel sollte es wohl nur noch selten geben, aber unten wird noch einer zitiert.

Dieser investigative Journalismus nahe an den Zentralen der wirklichen Entscheider bei derartig heißen Themen wie dem Iran-Konflikt ist sehr selten; ich kenne niemanden außer Seymour M. Hersh, der das wirklich gut macht. Er hat schon über ein Duzend Preise im Bereich Journalismus verliehen bekommen, 1970 den Putlizer Preis für Internationale Berichterstattung. Die mediale Aufregung - ausgelöst durch seine Artikelserie zum Iran im "The New Yorker" - hat mindestens bei einem seiner dortigen Artikel sogar unsere verehrte alte Tagesschau in der ARD erreicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Seymour_Hersh

Z. B.:
Trump‘s Red Line
Von Seymour M. Hersh | Veröffentlicht am 25.06.2017, https://www.welt.de/politik/ausland/...-Red-Line.html
+++++++++++++++++++++++++++++

The Red Line and the Rat Line. Seymour Hersh on Obama, Erdoğan and the Syrian Rebels
By Seymour M. Hersh
Zitat:
First published in April 2014, this article by Seymour Hersh is of relevance to an understanding of the evolving situation in Syria
Global Research, February 25, 2017, https://www.globalresearch.ca/the-re...rebels/5376953
+++++++++++++++++++++++++++++
Hier Videos von, mit und über Seymour Hersh:

https://www.youtube.com/results?sear...=Seymour+Hersh

Geändert von Benjamin (01-01-2018 um 16:01 Uhr)
Benjamin ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Es ist jetzt 10:19 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.