Alt 22-05-2011, 17:57   #1
MANKOMANIA149
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Unhappy Benzin - Abzocke

Kartellamt: Benzinpreise sind höher als nötig

22.05.2011, 10:25 Uhr | dpa

Die Benzinpreise erreichen schwindelerregende Höhen - und das offenbar völlig zu unrecht. So sind nach Einschätzung des Bundeskartellamts die Benzinpreise in Deutschland höher als sie sein müssten. Zu dieser Erkenntnis kommt nach Informationen der "Bild am Sonntag" aus Regierungskreisen ein mehr als 200 Seiten umfassender Bericht der Wettbewerbshüter über die Entwicklung der Benzinpreise in den vergangenen drei Jahren.

Marktbeherrschendes Oligopol

Die Wettbewerbshüter sehen ein marktbeherrschendes Oligopol der fünf Mineralölkonzerne Aral/BP (23,5 Prozent Marktanteil), Shell (22 Prozent), Jet (10 Prozent), Esso und Total (jeweils 7,5 Prozent). Sie sprechen von "Marktstrukturen zum Nachteil des Verbrauchers".

Der Bericht befasst sich auch mit dem Phänomen, dass die Benzinpreise vor allem vor den Ferien, vor Ostern und an Wochenenden zum Teil nur für einige Tage oder gar Stunden erhöht werden. Als "Initiatoren der Preissetzungsrunden" treten der Untersuchung zufolge fast immer die beiden Marktführer in Erscheinung. Erhöhe Konzern 1 die Preise, ziehe Konzern 2 innerhalb nur weniger Stunden bundesweit nach, oder umgekehrt. Und dann kletterten die Preise auch bei den übrigen drei Mitgliedern des Oligopols. Bei Preissenkungen laufe es genauso, nur langsamer.

Preisbewegungen von Tankstellen untersucht

Für die Studie des Bundeskartellamts untersuchten Experten die Preisbewegungen von jeweils 100 Tankstellen in Hamburg, Köln, Leipzig und München von Januar 2007 bis Juni 2010. Kartellamts-Präsident Andreas Mundt will den "Abschlussbericht zur Sektoruntersuchung Kraftstoffe" am kommenden Donnerstag offiziell vorstellen.

Nach Erkenntnissen der Behörde unterhalten alle großen Mineralölkonzerne ein weitverzweigtes Beobachtungs- und Meldesystem der Konkurrenz. Geheimabsprachen im Hinterzimmer würden so überflüssig. "Preise absprechen ist verboten, Preise abgucken nicht", zitiert die "Bild am Sonntag" einen Manager der Mineralölwirtschaft.

ADAC kritisiert Mineralölwirtschaft

Kritik kommt vom ADAC: "Die Mineralölgesellschaften schaukeln gegenseitig den Preis hoch. Erst wenn die Käufer streiken, geben die Preise auch wieder nach", sagte Björn Dosch, verkehrspolitischer Sprecher des Automobilclubs, der Zeitung.

Gegen die Methode der Preisgestaltung der Konzerne kann das Kartellamt rechtlich nicht viel machen. Die Einleitung eines Verfahrens wegen verbotener Preisabsprachen gilt nach Informationen von "Bild am Sonntag" als wenig wahrscheinlich. Die Mineralölkonzerne müssten jedoch künftig mit einer verschärften Fusionskontrolle rechnen. Der Zukauf von Tankstellen freier Anbieter solle den Mitgliedern des Oligopols nach Möglichkeit verwehrt werden, damit sie ihre Marktmacht wenigstens nicht weiter ausbauen können. Der ADAC fordert vom neuen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) mehr Kontrollen.

http://auto.t-online.de/benzinpreise...46624792/index
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Alt 22-05-2011, 18:20   #2
MANKOMANIA149
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...es ist schon eine Riesensauerei...war damals (2008!?) der Ölpreis bei über ca. 150 USD pro Barrel ... wurde das Benzin um die 1,50 - 1,60 Euro pro Liter Benzin verkauft.

Jetzt kostet Barrel Öl um die 100 USD und wir sind schon wieder um die 1,50 - 1,60 Euro pro Liter Benzin.


Die Abgaben und Steuer liegen so etwa pro Liter um die 0,90 Euro.

...ein User meint dazu: jeder tankt täglich nur die menge die er braucht für den nächsten tag - kostet 2-3 minuten pro tag - zahlen immer per kreditkarte - kostet pro transaktion 10-20 cent neben den %-tualen gebühren - das tut in summe richtig weh und vielleicht überdenken die abzocker mal ihre strategie täglich die leute mit wechselnden preisen zu verarschen.

Was ist eure Meinung dazu...bzw. was für Vorschläge habt ihr??
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Alt 22-05-2011, 18:25   #3
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Ja mein lieber Willy, die Beschaffungskosten sind die Ursache der Preislavine.....



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Gruss Franki
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Alt 22-05-2011, 19:18   #4
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es ist doch klar, jahrelang wurden systematisch die kleinen tankstellen verdrängt. die grossen haben entweder aufgekauft, oder die politik hat teure auflagen wie z.B. auffangwannen gemacht.
in meinem umfeld gab es früher 6 tankstellen, heute noch 2. die kleinen freien tankstellen sind weg, total u. shell sind geblieben und diktieren den preis.
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Alt 23-05-2011, 11:10   #5
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Hohe Benzin-Preise haben auch Vorteile. Deutschland hat momentan unter allen Industrieländern die beste Voraussetzung, auf prinzipiell neue Energieträger umzusteigen, bei uns würde sich das am besten rentieren. Und wir dürfen uns nichts vormachen, - das Zeitalter des Benzins ist so oder so vorbei, egal was das Öl gerade an den Märkten kostet. Es ist ein Sterben der benzinangetriebenen Mobilität, bloß hat es die Deutschen etwas früher erwisch als die Anderen. Dafür haben wir auch die besten Voraussetzungen, früher aus der Benzin-Sackgasse rauszukommen.
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Alt 27-05-2011, 19:43   #6
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Tankstellen-Oligopol

Wie Benzinpreise im Wochenverlauf schwanken


Jetzt ist es amtlich: Die Benzinpreise der Tankstellen folgen innerhalb der Woche einem festen zyklischen Muster: Am Freitag ist Benzin am teuersten, am Montag wieder billiger. Direkt in die Preise eingreifen will das Kartellamt aber dennoch nicht.




Die Preise folgen stabilen MusternDie Preise folgen stabilen Mustern

26. Mai 2011


Die Übermacht der fünf größten Mineralölkonzerne in Deutschland führt nach Ansicht des Bundeskartellamts zu überhöhten Preisen an deutschen Tankstellen. Die oligopolistische Marktstruktur versetze die Unternehmen Aral/BP, Shell, Esso, Jet und Total in die Lage, Preise an den Tankstellen nahezu einheitlich zu bewegen, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag in Bonn mit. Die Wettbewerbshüter hatten drei Jahre lang den Kraftstoffsektor in Deutschland untersucht und überprüft, ob die Vormacht der Großkonzerne den Wettbewerb behindert.

In ihrer breit angelegten Studie kommen die Wettbewerbshüter zu dem Schluss, dass sich die fünf großen Tankstellenbetreiber in Deutschland gegenseitig kaum Wettbewerb machen (zum Abschlussbericht - 288 Seiten). Gemeinsam würden Aral, Esso, Jet, Shell und Total ein „marktbeherrschendes Oligopol“ bilden. Die restliche Konkurrenz - etwa durch freie Tankstellen - sei „weitgehend zersplittert“ und damit wirkungslos.




Für die Studie haben die Kartellwächter die Preise von mehr als 400 Tankstellen in den vier großen Städten, Hamburg, Leipzig, Köln und München von Januar 2007 bis Juni 2010 untersucht. Dabei haben die Beamten stabile Muster erkannt: Üblicherweise sei entweder Aral oder Shell der Initiator einer Preiserhöhung. Der jeweils andere ziehe in der Regel nach genau drei Stunden nach. Auch die anderen Oligopolisten würden dann in festen zeitlichen Korridoren nachziehen.

Stillschweigend würden die Tankstellen ganz ähnliche Preise für Benzin verlangen. In der Praxis würden Tankstellenpächter oder Angestellte mehrfach täglich bei festgelegten Wettbewerbstankstellen vorbeifahren und die Preise notieren. Pächter und Angestellte seien häufig von ihren Arbeitgebern vertraglich verpflichtet, die beobachteten Preise der Konkurrenz an die Zentrale des Mineralölunternehmens zu melden.

Exemplarisch erläutert das Kartellamt das zeitliche Muster am Beispiel der Kraftstoffpreise in Köln: Dort waren die Preise in den Jahren 2007 und 2008 am Freitag regelmäßig am höchsten - vor allem am Freitagnachmittag und Freitagabend. Im Jahr 2009 waren sie nur am Mittwochmorgen noch teurer. Die hohen Preise hielten sich meist bis zum Samstagmittag. Sonntags und montags kostete Benzin deutlich weniger. Spätestens am Dienstagmorgen zogen die Preise wieder an. Nie kam es zu Preissenkungen am Freitagabend. Grundsätzlich würden die Preise von Montag bis Donnerstag am häufigsten abends erhöht, am Freitag aber schon am Mittag.

Kartellrechtlich ist das Verhalten kaum zu beanstanden

Dass die Tankstellen die Preise weitgehend parallel ändern, sei ein Beleg für die Oligopolmacht. Explizit abgesprochen seien die Preise aber nicht. Die „Preisbeobachtung ohne Kommunikation“ sei kartellrechtlich nicht zu beanstanden. Gegen die Preise will das Kartellamt daher nicht direkt vorgehen. Das Verhalten sei lediglich das Symptom der wettbewerbsfeindlichen Marktstruktur. Eine Aufsicht über die Preise sei auch kaum praktikabel. Die Wettbewerbshüter wollen künftig aber weitere Zusammenschlüsse in der Branche nicht oder nur unter strengen Auflagen genehmigen.

In anderen Ländern werden die Benzinpreise teilweise stärker reguliert. So dürfen die Tankstellen in Österreich seit Januar 2011 die Benzinpreise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Für Deutschland sei das aber keine sinnvolle Regel, findet das Bundeskartellamt. Die Regel würde die Preiszyklen lediglich verlangsamen. In West-Australien gilt seit 2001 die sogenannte „24-Stunden-Regel“. Tankstellen müssen danach die Preise am Vortag ankündigen. Ab 6 Uhr morgens sind dann die Benzinpreise für 24 Stunden fest gebunden. Laut Kartellamt hat aber eine Studie ergeben, dass die üblichen Muster zwar zunächst verschwanden, die Zyklen danach aber wieder zurückgekehrt sind.
Lizenzen für Autobahntankstellen sollen versteigert werden

Speziell untersucht haben die Kartellwächter auch die Autobahntankstellen. Die Kartellwächter sehen hier vor allem den beschränkten Marktzutritt als Problem für den Wettbewerb. Bislang werden die Lizenzen für den Betrieb von Autobahntankstellen nach festgelegten Quoten vergeben. Nach dem in den 60er Jahren vereinbarten Quotenmodell sollen die Rechte an Autobahntankstellen grundsätzlich spiegelbildlich zu den Marktanteilen an gewöhnlichen Straßentankstellen vergeben werden.

Das Kartellamt hatte die Praxis damals gebilligt, hat inzwischen aber Bedenken. Ab dem Jahr 2013 sollen die Rechte zumindest teilweise versteigert werden. Davon verspricht sich das Kartellamt mehr Wettbewerb, weil neue Unternehmen in den Markt eintreten können.

bitte hier weiter lesen: http://www.faz.net/artikel/C30350/ta...-30376058.html
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